Wenn man mit Paul Schnepf spricht, merkt man schnell: Hier sitzt ein leidenschaftlicher Kreativer, der mit Herzblut Spielewelten erschafft. Paul ist Mitgründer des erfolgreichen Indie-Studios Grizzly Games, das mit Spielen wie “ISLANDERS” und “Thronefall” weltweit Millionen Spieler:innen begeistert. Seit September ist Paul nun Mitglied im Pioneers Club und bringt damit frischen Indie- und Gamer-Spirit in die regionale Unternehmerszene.

Vom belächelten Traum zum internationalen Erfolg

Sein Weg in die Spielebranche begann früh: „In der achten oder neunten Klasse, beim Berufsberatungstag der Agentur für Arbeit, sollte ich meinen Berufswunsch nennen. Ich sagte: Gamedesigner. Die Reaktion war eher ein Lächeln, aber ich hab’s trotzdem durchgezogen“, erzählt Paul.
Nach einem abgebrochenen Informatikstudium begann er 2015 in Berlin Gamedesign zu studieren. Bereits im dritten Semester gründete er gemeinsam mit Studienfreund Jonas das Studio Grizzly Games. Heute arbeiten die Freunde beide fast vollständig remote: Paul in Bielefeld, Jonas in Regensburg.

Minimalismus trifft Kreativität

Bekannt wurde Grizzly Games durch “ISLANDERS”, ein minimalistisches Städtebau-Spiel, welches auf dem Computer gespielt wird. Ihr zweiter großer Erfolg das Strategiespiel “Thronefall” verkaufte sich inzwischen mehr als 1,3 Millionen Mal weltweit eine beeindruckende Zahl für ein Zweimann-Team.
Was ihre Spiele so besonders macht? „Dadurch, dass wir so klein sind, müssen wir andere Entscheidungen treffen als große Studios. Das zwingt uns, kreativer zu sein“, erklärt Paul.

Unabhängig und erfolgreich

Bei Grizzly Games handelt es sich um ein Indie-Studio. Das bedeutet, es ist ein Studio, welches komplett unabhängig agiert und bewusst nicht auf große Publisher oder Investoren setzt. „Im Studium hatten wir den Vorteil, keinen finanziellen Druck zu haben. Wir konnten Technik von der Uni nutzen und uns Schritt für Schritt professionalisieren“, so Paul.
Heute kann sich das Studio durch seine Erfolge selbst tragen und bleibt dennoch seiner Indie-DNA treu. Die Vermarktung läuft größtenteils über Steam, eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele, auf der gute Verkaufszahlen automatisch zu mehr Sichtbarkeit führen. Für größere Releases arbeitet Grizzly Games punktuell mit einer Agentur zusammen, die Pressearbeit und Marketing im kleinen Stile übernimmt.

Von der kreativen Pause zu neuen Ideen

Nach dem Release von “Thronefall” im Oktober 2024 legte das Team Grizzly Games eine kreative Pause ein. „Wir haben uns Zeit genommen, das Spiel für Mobile zu optimieren und neue Ideen zu entwickeln. Jetzt starte ich gerade wieder in die Konzeptphase für ein neues Projekt.“ Worum es sich dabei handelt, möchte der passionierte Gamer allerdings noch nicht verraten.
Neben den Teamprojekten arbeitet Paul auch an eigenen Spielen, zuletzt an einem Skateboard-Game, denn Skaten gehört zu einem seiner größten Hobbys.

Mitgliedschaft im Pioneers Club

Nach Jahren in Berlin zog es Paul nun zurück in seine Heimatregion. Unter anderem der Masterstudiengang seiner Partnerin und alte Freunde in der Region waren ausschlaggebende Punkte für einen Umzug. In Bielefeld suchte Paul einen Ort, um professionell zu arbeiten und gleichzeitig Menschen zu treffen, die ähnlich ticken. „Ich wollte nicht vereinsamen, da mein Co-Founder ja in Regensburg sitzt. Der Pioneers Club ist perfekt: Hier habe ich eine gute Arbeitsumgebung, eine Firmenadresse und Austausch mit anderen Kreativen.“

Zwei bis drei Tage pro Woche ist Paul nun im Pioneers Club anzutreffen. Die restliche Zeit arbeitet er von zu Hause. Wenn ich Soundeffekte für unsere Spiele erstelle oder Musik komponiere brauche ich dann doch meine eigenen vier Wände, da möchte ich andere Coworker:innen dann doch mit verschonen”, lacht Paul. 

Offen für Austausch und neue Impulse

Im Pioneers Club möchte sich Paul vor allem mit Gestalter:innen, Designer:innen und Kreativschaffenden vernetzen. „Ich bin offen für Gespräche und freue mich, mich mit anderen über kreative Prozesse auszutauschen. Aber auch so freue ich mich über einen einfachen Plausch an der Kaffeemaschine oder beim Lunch.“ Auch mit neuen Technologien beschäftigt er sich: „KI hilft mir sehr dabei, mich in neue Themen einzuarbeiten, aber bei Sound und Grafik bleibe ich lieber selbst kreativ. Das macht mir einfach zu viel Spaß.“

Mit Paul Schnepf gewinnt der Pioneers Club ein Mitglied, das den Pioniergeist im besten Sinne verkörpert: Mut, Leidenschaft und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Von der belächelten Idee eines Schülers zum erfolgreichen Spieleentwickler. Stark, dass du nun Teil des Bielefelder Ökosystems bist. Willkommen im Pioneers, Paul!

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